Hallo und willkommen auf der Seite der Praxis für sexuelles Lernen in Köln!
Ich bin Alexandra Schumacher, eine Diplompsychologin, systemische Therapeutin (IF Weinheim/SG) und Heilpraktikerin für Psychotherapie und habe mich sexualtherapeutisch als klinische Sexologin nach Sexocorporel (IfES) fortgebildet.
Ich freue mich diese wissenschaftlich fundierte und körpertherapeutische Erweiterung sinnlichen Lernen und Wissens
Frauen, Menschen mit Vulva und Menschen, die sich als Frauen identifizieren, vermitteln zu dürfen.
Über meine Praxis
Mein Praxisraum befindet sich auf der Frankfurter Straße 22 in der Nähe des Wiener Platzes in Köln-Mülheim.
Ich freue mich auf Sie!

Was können Sie von sexologischen Sitzungen erwarten?
Es bietet sich häufig ein Zyklus von drei Phasen/ggf. Sitzungen an:


In der ersten Phase erläutern Sie Ihre sexuellen Anliegen und ich versuche mir durch detailorientierte und möglicherweise überraschende Fragen ein bestenfalls umfassendes Bild Ihrer bisherigen sexuellen Lernerfahrungen und Ihrer Weiterentwicklungswünsche zu machen.

In der zweiten Phase stelle ich Ihnen körperlichen Übungen vor, die Grundlage neuer körperlicher Erfahrungen hinsichtlich Ihres Weiterentwicklungswunsches sein können – nichts muss.
Hier geht es nicht um Sport oder Gelenkigkeit, sondern darum, die eigenen individuellen Empfindungsmöglichkeiten zu entdecken oder zu erweitern.
Dabei ist bequeme Kleidung von Vorteil.
Meine Anleitungen finden ohne Berührungen durch mich und ohne genitale Selbstberührungen statt. Diese sind in der privaten Sphäre zu erkunden – falls genitale Empfindungserweiterung zu Ihren sexuellen Entwicklungszielen gehört.
Oft bietet sich ein zeitlicher Abstand zur dritten Phase an, in dem die Körperübungen zu Hause erprobt und trainiert werden.

In der dritten Phase können dann Ihre Erfahrungen mit und in Folge Ihrer Übungen besprochen werden und diese gegebenenfalls zielgenauer an Ihren Entwicklungswunsch angepasst werden.
Da der eigentliche Lernort für angenehme Körpererfahrungen nicht in der Praxis, sondern in Ihrem Alltag liegt, bestimmen Sie selber nach jeder Sitzung, ob Ihnen die angeregten Lernerfahrungen ausreichen oder wann Ihr Interesse an einem nächsten Schritt/ einer weiteren Sitzung geweckt wird.

Was ist Sexocorporel?
Sexocorporel als Methode der klinischen Sexologie ist der körperorientierte Ansatz in der Sexualtherapie: Ab 1964 von Jean-Yves Desjardins in Kanada etabliert und später an der Universität von Québec und in Frankreich weiterentwickelt, ist er mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum zunehmend verbreitet.
Desjardins stellte die Sinne – die zunächst rein körperliche Erfahrung des Sinneseindrucks (über Augen, Nase, Mund, Ohr, Haut, Körpergewebe) bis hin zur Sinnesempfindung (unangenehm, neutral, angenehm, erregend,...) in den Mittelpunkt seiner Forschung.
Er stellte in Frage, dass Sex(ualität) die einfachste Sache der Welt sei als automatischer Reflex und widersprach – aus eigener Erfahrung – der Annahme, dass Liebe und Zuneigung allein ausreichen, um partnerschaftliche Erfüllung in der Sexualität zu finden.
Desjardins entdeckte, dass befriedigende körperliche Reaktionen gelernt werden und vertieft werden müssen, bevor sie schließlich reflexhaft ausgelöst werden können.
Daher bietet das Sexocorporel auch ganz konkret Körperübungen zur Erweiterung des individuellen sexuellen Lernens an.
Nicht nur im Sexocorporel hat sich mittlerweile die Erkenntnis etabliert, dass der Geist und Körper untrennbar verbunden sind und diese mit der Umwelt.
Daher sieht das Sexocorporel die sexuelle Person als Einheit physiologischer (Körper), kognitiver (Denken), Beziehungs- und Wahrnehmungskomponenten, die sich gegenseitig bedingen.
Obwohl Sexualität ohne Körperlichkeit kaum denkbar ist, war der körperorierte Ansatz lange in der Sexualtherapie eher ein Randthema.
Jean-Yves Desjardins konnte zeigen, dass Veränderungen auf der körperlichen Ebene (Rhythmus, Muskeltonus und Bewegungsraum/Atmung) Veränderungen der übrigen Ebenen der Person bedingen und umgekehrt.
Er und seine Mitstreiter-innen und Nachfolger-innen entwickelten daher Körperübungen zum Erweitern oder Erlernen der eigenen Sinnlichkeit.
Das Sexocorporel-Modell revolutioniert die Sexuelle Bildung, indem es eine Rahmen bietet, der den Menschen in seiner Gesamtheit – also auch körperlich - respektiert und fördert.
Es bereitet Menschen darauf vor, sexuelle Erfahrungen auf eine positive und verantwortungsbewusste Weise zu erleben
Arbeitet Sexocorporel mit Paaren?
Nein. - Das mag überraschen, weil wohl die meisten bei „Sex“ Paarsexualität meinen und hier Veränderungswünsche formulieren.
Der eigene Körper ist die einzige Quelle unserer Empfindungen - über seine Sinne. Das Potential der eigenen Sinne zu erkennen oder zu erweitern – durch körperliche Übungen und Training – ist Angebot des Sexocorporel.
Jeder Körper ist einzigartig, was meine Sinne positiv erregt, kann für Dich auch neutral oder unangenehm sein. Mein Partnermensch braucht also Hinweise von mir, womit er mir eine Freude macht. Diese kann ich umso besser kommunizieren und damit meine Wünsche erfüllt bekommen, wenn ich meine Empfindungsvorlieben erforscht habe.
Daher beginnt die Erforschung der eigenen Sinnlichkeit beim eigenen Körper. Nebenbei führt die wachsende Sensibilität meinem eigenen Körper gegenüber oft auch dazu, das Gegenüber sensibler und passgenauer hinsichtlich seiner Bedürfnisse zu erforschen, was die Wahrscheinlichkeit gemeinsamer befriedigender Erlebnisse erhöht.


Warum Sexualtherapie? Warum eine Praxis für sexuelles Lernen?
Die WHO definierte Mitte der 1970er Jahre:
Sexuelle Gesundheit ist die Integration von somatischen, emotionalen, intellektuellen und sozialen Aspekten des sexuellen Menschen, um die Bereicherung und Entfaltung der Persönlichkeit, Kommunikation und Liebe zu erreichen.
Mit der Erforschung der Qualität der sexuellen Erregungsfunktion und Möglichkeiten ihrer individuellen Beeinflussung konnte Jean-Yves Desjardins einen konkreten therapeutischen Weg zum Erlangen oder Erhalten sexueller Gesundheit anbieten.
In Deutschland wird dieses Wissen über das IfES (Institut für Embodiment und Sexologie) weitergegeben und weiterentwickelt, in meinem Fall hauptsächlich durch Sibylle Stahlberg und Michael Sztenc.